Quick facts
- Lage
- Banff-Nationalpark, Bow Valley Parkway
- Beste Reisezeit
- Ganzjährig — Sommer und Winter beide hervorragend
- Anreise
- 26 km nordwestlich der Stadt Banff auf dem Bow Valley Parkway (Highway 1A)
- Empfohlene Aufenthaltsdauer
- 2–4 Stunden
Der Johnston Canyon ist die beliebteste Kurzwanderung im Banff-Nationalpark — und wahrscheinlich die ungewöhnlichste, da der Weg Abschnitte mit Metallstegen enthält, die direkt in die Schluchtwände geschraubt sind und über dem rauschenden Wasser darunter hängen. Der Untere und Obere Wasserfall, zugänglich auf einem gut gepflegten Weg, der der Johnston-Creek-Schlucht folgt, sind das Ziel; die technische Erfindungsgabe der Wegkonstruktion — Gusseisenwege, die an Felswänden hängen — ist das Erlebnis, das diese Wanderung von jeder anderen Schluchtwanderung in den Rockies unterscheidet.
Im Winter friert der Johnston Canyon. Die Wasserfälle werden zu Säulen aus skulpturartigem blauem Eis; der Bach wird zu einem Boden aus strukturierten Eisformationen; und geführte Eiswanderungen führen Besucher das gefrorene Bachbett hinauf und an den gefrorenen Wasserfällen vorbei — ein Erlebnis, das selbst Besucher überrascht, die glauben, Banff gut zu kennen.
Sommer: die Schluchtwanderung
Der Johnston Canyon Trail (3,6 km einfache Strecke zum Oberen Wasserfall vom Hauptparkplatz, oder 1,1 km zum Unteren Wasserfall) ist für fast jeden in vernünftiger körperlicher Verfassung zugänglich.
Unterer Wasserfall (1,1 km einfache Strecke ab Parkplatz, 30 m Höhenunterschied): Der erste große Wasserfall auf dem Weg — ein 15-Meter-Kaskade, gesehen durch einen Tunnel in der Schluchtwand, wo der Bach aus einem engen Kalksteinschlitz hervorsprudelt, bevor er in ein Becken fällt. Der Rahmungseffekt des Tunnelapertur um den Wasserfall ist eine der dramatischeren Perspektiven beim Banff-Wandern. Zeit: 20–30 Minuten vom Parkplatz.
Oberer Wasserfall (2,7 km einfache Strecke ab Unterem Wasserfall, 120 m zusätzlicher Höhenunterschied): Der beeindruckendere der beiden Wasserfälle — ein 30-Meter-Abfall durch einen engen Schluchtriss im Kalkstein. Der Anfahrtspfad klettert über der Schlucht auf einer Kombination aus Steg und Waldweg, bevor er zum Oberen Wasserfall-Aussichtspunkt absteigt. Die Wasserfälle hier entstehen aus einer engen Felsspalte und stürzen in ein kreisförmiges Becken. Jeden zusätzlichen Schritt wert.
Die Ink Pots (9,4 km einfache Strecke ab Parkplatz, 215 m gesamter Höhenunterschied): Weiter über den Oberen Wasserfall hinaus steigt der Weg durch Wald zu den Ink Pots — einer Reihe von fünf kalten Mineralquellen in einer Wiese. Die Quellen sprudeln von unten mit mineralreichem Wasser auf und schaffen leuchtend blaugrüne, blassgelbliche und klare Becken. Die Ink Pots sind ein unterschätztes Ziel: Der Weg über den Oberen Wasserfall hinaus sieht weit weniger Besucher. Zeit: 3–4 Stunden Hin und zurück ab Oberem Wasserfall.
Steg-Abschnitte: Die Metallstege, die in die Schluchtwände geschraubt sind, decken die unteren Schluchtenabschnitte nahe dem Unteren Wasserfall ab. Sie sind sicher, werden regelmäßig gewartet und sind breit genug für bidirektionalen Fußgängerverkehr. Geländer sind vorhanden.
Geführte Touren im Banff-Nationalpark einschließlich Johnston Canyon entdeckenWinter: die Eiswanderung
Von Januar bis März friert der Johnston Canyon auf außergewöhnliche Weise zu. Der Stegweg wird zu einem eisbedeckten Wanderweg; der Untere Wasserfall wird zu einem hängenden Vorhang aus blauweißem Eis von bis zu 15 Metern Höhe; und der Obere Wasserfall — der Bach, der aus der engen Felsspalte entsteht — verwandelt sich in eine gefrorene Skulptur aus Eissäulen und Vorhängen.
Was sich im Winter ändert: Die Schlucht im Winter funktioniert im Selbstführungs-Modus (der Weg ist offen und zugänglich ohne Führung, mit Microspikes navigierbar) oder mit einer geführten Tour. Das geführte Eiswander-Erlebnis fügt Kontext hinzu — Guides erklären die Eisbildung, die Geologie und die spezifischen Formationen des aktuellen Winters.
Ausrüstung: Die Steg-Abschnitte im Winter sind eisig und erfordern Microspikes oder Eisgreifen für sicheres Navigieren. Diese sind am Johnston Canyon Resort oder bei Ausrüstern in Banff erhältlich. Laufschuhe oder rutschige Stiefel sind auf dem Wintersteg wirklich gefährlich.
Selbstgeführter Winterzugang: Der Weg ist im Winter offen. Mit geeignetem Schuhwerk können Besucher unabhängig zum Unteren Wasserfall (30–40 Minuten pro Weg) und Oberen Wasserfall gehen.
Geführte Eiswanderungen: Mehrere Banff-basierte Anbieter bieten Johnston Canyon Eiswanderungen an, die typischerweise Untere und Obere Wasserfälle in 2–3 Stunden abdecken. Guides liefern Greifen und Stirnlampen.
Wildtiere in der Schlucht
Wasseramsel: Das markanteste Wildtier in der Schlucht — ein kleiner grauer Vogel, der im Bach unter Wasser läuft und Wasserinsekten jagt. Wasseramsel sind das ganze Jahr über präsent, auch im Winter. Sie sind fast immer nahe dem Unteren Wasserfall sichtbar.
Mauersegler (White-throated und Black Swift) brüten in den Schluchtwänden über den Stegen — beide Arten, die in Felswänden brüten und fliegende Insekten jagen. Von Mai bis August präsent.
Dickhornschafe benutzen häufig das Schluchtengebiet und sind regelmäßig an den Hängen über dem Wegzugang zu sehen.
Fotografieführer
Unterer Wasserfall aus dem Tunnel: Der Tunnelblickpunkt rahmt den Unteren Wasserfall mit dem umgebenden Fels — ein natürlicher Rahmen, der sowohl im Querformat als auch im Hochformat funktioniert. Im Winter ist dies der dramatischste Eis-Fotografie-Standort in der Schlucht.
Oberer Wasserfall Weitwinkel: Die Oberen Wasserfälle entstehen aus einem engen Riss; ein Weitwinkelobjektiv (14–24 mm) fängt die volle Höhe der Wasserfälle mit den Schluchtwänden auf beiden Seiten.
Steg- und Schluchten-Perspektive: Die über dem Bach aufgehängten Stege bieten ungewöhnliche Perspektiven, die sowohl nach oben als auch nach unten in die Schlucht schauen.
Winter-Eis-Farbe: Blaues Eis in den gefrorenen Wasserfällen ist am tiefsten am frühen Nachmittag, wenn das begrenzte Winterlicht die Schlucht durchdringt.
Geführte Johnston Canyon Wanderung oder Eiswanderung ab Banff buchenAnreise
Der Johnston Canyon liegt 26 km nordwestlich der Stadt Banff auf dem Bow Valley Parkway (Highway 1A). Von Lake Louise aus sind es 29 km südöstlich auf demselben Parkway. Das Johnston Canyon Resort (eine ganzjährige Unterkunft mit Café) befindet sich am Trailhead.
Parkplatz: Der Parkplatz am Johnston Canyon füllt sich an Sommerpeaks bis 8–9 Uhr. Alternativparken ist am Bow Valley Parkway in der Nähe verfügbar. Alternativ bedient Roam Transit aus Banff den Bow Valley Parkway (saisonbedingt).
Bow Valley Parkway Winterzeiten: Der Bow Valley Parkway ist täglich vor 9 Uhr für Privatfahrzeuge gesperrt für das Wildtier-Korridormanagement.
Banff-Nationalpark-Pass erforderlich.
Kombination mit anderen Bow-Valley-Parkway-Stopps
Der Johnston Canyon kombiniert sich am besten mit anderen Bow-Valley-Parkway-Stopps für einen vollen Tag:
- Castle Mountain (zwischen Banff und Lake Louise): Das markante gezinnte Kalksteinturm. Eine 3-km-Wanderung (einfache Strecke) führt zum Rockbound Lake oben
- Lake Louise (29 km nördlich des Johnston Canyon): Die natürliche Verlängerung eines Johnston-Canyon-Morgens
- Stadt Banff (26 km südlich): Thermalquellen, Gondel, Essen — der natürliche Endpunkt eines Bow-Valley-Parkway-Tages
Praktische Informationen
Ganzjährige Zugänglichkeit: Der Johnston Canyon ist in jeder Jahreszeit zugänglich und lohnend.
Einrichtungen: Das Johnston Canyon Resort am Trailhead hat ein Café (saisonale Sommeröffnungszeiten), Toiletten und Unterkunft.
Schwierigkeitsgrad: Für den Unteren Wasserfall fast für alle Besucher zugänglich. Der Obere Wasserfall fügt Distanz und Höhe hinzu, die für die meisten geeignet ist. Die Ink Pots erfordern Wanderfitness.